EXTERNE LINKS & VERWEISE
Gewerkschaftliche Erfolge
2015   begingen   wir   in   Deutschland   zum   125. Mal   den   Tag   der   Arbeit.    Für   uns   ein   Grund zu    feiern    –    und    ein    Grund,    mit    Stolz    auf unsere    Arbeit    zurück    zu    blicken.    In    über zwölf   Jahrzehnten   haben   sich   Gewerkschaft- erinnen   und   Gewerkschafter   immer   für   die Rechte    der    arbeitenden    Menschen    einge- setzt und dabei jede Menge erreicht. Unser Erfolg: Lohnfortzahlung im Krankheitsfall Krank   sein   und   deswegen   in   finanzielle   Nöte geraten,   weil   zeitweise   kein   Lohn   oder   Ge- halt    mehr    kommt?    Das    können    wir    uns heute   kaum   mehr   vorstellen.   Noch   vor   ein- igen   Jahrzehnten   war   das   aber   für   viele   Be- schäftigte   Realität,   für   Arbeiter   noch   länger als für Angestellte. 1956/57   erkämpfte   die   IG   Metall   in   einem 16-wöchigen   Streik   die   Lohnfortzahlung   für Arbeiter     im     Krankheitsfall.     Die     Gleichbe- handlung    aller    Arbeitnehmer    (Angestellte waren   zuvor   bei   der   Lohnfortzahlung   besser gestellt   als   Arbeiter)   war   seit   1954   eine   For- derung   des   DGB   gewesen   –   und   trotz   des wichtigen   Erfolgs   der   IG   Metall   noch   nicht erreicht.   Doch   die   Gewerkschaften   blieben dran:    Die    volle    gesetzliche    Gleichstellung von     ArbeiterInnen     und     Angestellten     im Krankheitsfall trat schließlich 1970 in Kraft. Unser Erfolg: 40-Stunden-Woche und Acht-Stunden-Tag Dass   wir   heute   nicht   mehr   bis   zu   zwölf   Stun- den   am   Tag   und   sechs   bis   sieben   Tage   die Woche    arbeiten,    ist    keine    Selbstverständ- lichkeit.   Unsere   heutigen   Arbeitszeiten   mus- sten   von   den   Beschäftigten   und   ihren   Org- anisationen,   den   Gewerkschaften,   über   Jahr- zehnte     hinweg     erstritten     werden.     Heute sind     kurze     Wochenarbeitszeiten     und     Ar- beitstage   eine   Errungenschaft,   die   bis   heute den   Arbeitszeitrahmen   für   die   Beschäftigten bestimmen: Das   Arbeitszeitgesetz   besagt   heute,   dass   in der   Regel   an   Werktagen   eine   Arbeitszeit   von acht    Stunden    nicht    überschritten    werden darf   –   macht   bei   einer   Fünf-Tage-Woche   40 Stunden   Arbeitszeit   pro   Woche.   Beides   –   der Acht-Stunden-Tag    wie    auch    die    Fünf-Tage- Woche   –   haben   die   Gewerkschaften   in   Deut- schland durchgesetzt. Einige Beispiele: Der    1.    Mai    1955    stand    unter    dem Motto   "Fünf   Tage   sind   genug,   für   eine 40–Stun-den–Woche",    heute    ist    das Realität. 1957   vereinbarten   die   IG   Metall   und der    Arbeitgeberverband    Gesamtme- tall   ein   Abkommen   zur   stufenweisen Einführung     der     40–Stunden–Woche, ein    auch    für    andere    Branchen    weg- weisendes Ergebnis. Auch   am   1.   Mai   1958   warb   der   DGB
für    die    40-Stunden-Woche.    Acht-Stunden- Tag   und   Fünf-Tage-Woche   (oder   gar   kürzere Ar-beitszeiten)   sind   heute   für   die   meisten Beschäftigten Realität. 1965   wird   in   der   Druck-,   1967   in   der   Metal- lindustrie   per   Tarifvertrag   die   40-Stunden- Woche eingeführt. 1984:   Die   IG   Metall   erkämpft   den   Einstieg in   die   35-Stunden-Woche.   Nach   sieben   Wo- chen   Streik   und   Aussperrung   ist   das   Dog- ma   der   Arbeitgeber   "keine   Minute   unter   40 Stunden"   gebrochen   und   der   Einstieg   in   die 35-Stunden-Woche geschafft. Unser Erfolg: Bezahlter Jahresurlaub Mehrere    Wochen    im    Jahr    frei    nehmen    können und   trotzdem   weiterbezahlt   werden?   Auch   das   ist heute   nur   möglich,   weil   die   Gewerkschaften   für den bezahlten Jahresurlaub gestritten haben. Nach    Ende    des    Zweiten    Weltkrieges    findet    sich zwar   in   vielen   Landesverfassungen   das   Recht   auf einen     Mindesturlaub     von     zwei     Wochen,     das Grundgesetz   greift   diesen   Anspruch   1949   jedoch noch nicht auf. Der   Urlaubsanspruch   für   Beschäftigte   wird   statt- dessen   erst   1963   mit   dem   Bundesurlaubsgesetz geschaffen,    das    allen    ArbeitnehmerInnen    einen Mindesturlaub   von   drei   Wochen   zusichert.   Schon vorher    hatten    Gewerkschaften    Urlaub    und    Ur- laubs-geld    in    Tarifverträgen    geregelt    –    und    der tarifliche   Jahresurlaub   ist   heute   in   der   Regel   län- ger als der gesetzliche Anspruch.   Unser     Erfolg:     Kündigungsschutz     und Beschäftigungssicherung Heuern   und   Feuern   ohne   Kontrolle   –   dass   das   in Deutschland   nicht   möglich   ist   wie   in   vielen   an- deren    Ländern    ist    ein    Verdienst    der    Gewerk- schaften.    Bereits    kurz    nach    dem    Zweiten    Welt- krieg   setzten   sie   1950   in   den   Hattenheimer   Ge- sprächen   mit   den   Arbeitgebern   und   gegenüber dem    Bundesarbeitsministerium    durch,    dass    ein gesetzlicher     Kündigungsschutz     in     Deutschland geschaffen   wird.   Und   auch   die   von   den   Gewerk- schaften    durchgesetzte    betriebliche    Mitbestim- mung   lässt   Willkür   von   Arbeitgebern   bei   Kündi- gungen    nicht    zu:    Denn    der    Betriebsrat    redet immer ein Wort mit. Doch    gewerkschaftliches    Engagement    für    den Schutz   der   Arbeitsplätze   beginnt   nicht   erst,   wenn der    Kündigungsfall    da    ist.    Gewerkschaften    in Deutschland   haben   sich   jeher   erfolgreich   für   Be- schäftigungssicherung    eingesetzt.    Die    von    den DGB-Gewerkschaften    eingeforderten    Verbesser- ungen     bei     der     Kurzarbeit     und     Investitions- programme   haben   in   der   jüngsten   Finanz-   und Wirtschaftskrise   zum   Beispiel   dafür   gesorgt,   dass es    hierzulande    –    anders    als    in    anderen    euro- päischen    Ländern    –    kaum    krisenbedingten    Ar- beitsplatzabbau gegeben hat. Dass   jeder   Arbeitsplatz   einen   Wert   hat   und   die Gewerkschaften   für   diesen   Wert   kämpfen   machte der   DGB   etwa   mit   seinem   Mai-Motto   von   2006
klar: "Deine Würde ist unser Maß"
Streik um die 35. Std.-Woche in NRW. Der Streik dauerte sieben Wochen…
EXTERNE LINKS & VERWEISE
VERTRAUENSLEUTE der IG Metall in der SALZGITTER FLACHSTAHL GmbH Werk Salzgitter
PEINE-SALZGITTER
Die Kollegen waren sieben Wochen im Ausstand 1. mai 2017 1. Mai 2017 DGB-Plakat zum 1. Mai Themenplakat vom DGB zum 1. Mai
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