TARIFRUNDE STAHLINDUSTRIE-INFORMATIONEN
VERTRAUENSLEUTE der IG Metall in der SALZGITTER FLACHSTAHL GmbH Werk Salzgitter
FÜR EIN GUTES LEBEN
Salzgitter-Peine
VERTRAUENSLEUTE SZFG © 1996 - 2019 Alle Rechte liegen bei VKL-SZFG                           				                             ® Layout und Fotos: THOMAS LEHNE
+++ Tarifrunde Eisen- und Stahlindustrie 2019 +++ Warnstreiks gestartet 01.02.2019   Ι   Sowohl   in   der   Stahl-   als   auch   in   der   Textil-Tarifrunde sind    Beschäftigte    nach    Ende    der    Friedenspflicht    dem    Warnstreik- aufruf der IG Metall gefolgt und legten zeitweise die Arbeit nieder. In    der    Nacht    zum    Freitag    zogen    Arbeitnehmerinnen    und    Arbeit- nehmer   in   Textil-   und   Bekleidungsbetrieben   in   Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg    und    Bayern    vor    die    Werkstore    und    demon- strierten   für   ihre   Forderungen.   Auch   die   Stahlwerker   von   Tiger   & Turtle   in   Duisburg   waren   mit   Fackeln   nachtaktiv   unterwegs.   Im   Laufe des Tages wird es weiterhin zeitweise zu Warnstreiks kommen.
In   der   Stahlbranche   fordert   die   IG   Metall   6   Prozent   mehr   Geld   und eine   zusätzliche   Urlaubsvergütung   mit   Wahloption   auf   freie   Tage,   die die Arbeitgeber bisher ablehnen. In   der   Textil-   und   Bekleidungsindustrie   West   fordert   die   IG   Metall   5,5 Prozent,   mehr   Geld   für   die   Altersteilzeit   sowie   ebenfalls   eine   Option auf mehr freie Tage. Stahlarbeiter starten Warnstreiks 01.02.2019   |   Die   IG   Metall-Tarifkommission   für   die   nordwestdeut- sche    Stahlindustrie    ruft    die    Beschäftigten    zu    Warnstreiks    auf.    Sie beginnen Montag, 4. Februar bei Thyssen-Krupp. Die   Arbeitgeber   haben   in   der   dritten   Verhandlung   am   Freitag   in   Dü- sseldorf   wider   Erwarten   kein   Angebot   vorgelegt.   Die   Verhandlungs- kommission    der    IG    Metall    brach    deshalb    nach    15    Minuten    das Gespräch   ab.   IG   Metall-Bezirksleiter   und   Verhandlungsführer   Knut Giesler    erklärte:    „Ohne    Angebot    ergeben    Verhandlungen    derzeit keinen Sinn. Darum haben wir das heute schnell beendet.“ Alle   Argumente   seien   in   den   beiden   ersten   Verhandlungen   im   Januar ausgetauscht   worden.   Außerdem   habe   sich   keine   neue   wirtschaft- liche Situation ergeben, die diskutiert werden müsse. Die    Verärgerung    über    die    Verzögerungstaktik    der    Arbeitgeber    sei groß.   Die   Beschäftigten   hätten   in   den   vergangen   Jahren   einen   großen Beitrag   geleistet,   um   die   Wettbewerbsfähigkeit   der   Stahlindustrie   zu sichern,   sagte   Giesler.   „Jetzt,   wo   es   gut   läuft,   sollen   sie   nicht   daran teilhaben dürfen.“ Am   Folgetag,   Samstag,   beschloss   die   Tarifkommission   in   Sprockhövel einstimmig   Warnstreiks.   Die   erste   Kundgebung   be-ginnt   am   Montag u m   10   Uhr   vor   Tor   W1   von   Thyssen-Krupp   Steel   Europe   (TKSE)   in Dortmund.  
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FLUGBLÄTTER- STAHLNACHRICHTEN
4. Tarifverhandlung Stahl - Vorstellungen noch sehr weit auseinander In    der    vierten    Tarifverhandlung    haben    die    Arbeitgeber    heute    eine Entgelterhöhung   von   2,5   Prozent   zum   01.04.2019   und   mit   Wirkung   ab 01.07.2020   eine   zusätzliche   jährliche   Urlaubsvergütung   in   Höhe   von 600   Euro   angeboten,   die   von   einem   eingeschränkten   Personenkreis in Zeit umgewandelt werden könnte. Knut    Giesler,    Bezirksleiter    der    IG    Metall    Nordrhein-Westfalen    und Verhandlungsführer:    „Das    angebotene    Volumen    bei    Entgelt    und Urlaubsvergütung     ist     angesichts     der     guten     Situation     in     der Stahlindustrie   bei   weitem   nicht   ausreichend.   Die   IG   Metall   fordert   zu- dem   weiterhin,   dass   alle   Beschäftigtengruppen   Geld   in   Zeit   tauschen können.   Deshalb   war   es   heute   nicht   möglich,   in   eine   finale   Verhand- lung   zu   gehen.   Aber   wir   erkennen   an,   dass   die   Arbeitgeber   grund- sätzlich unsere Forderungsstruktur akzeptieren.“ Angesichts    dessen    hat    die    IG    Metall    eingewilligt,    in    einer    gemein- samen    Expertengruppe    über    das    Gesamtpaket    in    den    nächsten Tagen   detaillierter   zu   beraten.   Auf   Grundlage   dieser   Beratung   werden die   zuständigen   Gremien   dann   über   den   weiteren   Verlauf   der   Tarif- runde entscheiden. Einen   herzlichen   Dank   an   die   800   Kolleginnen   und   Kollegen,   die   zur Unterstützung zum Verhandlungsort gekommen sind.
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Weitere Informationen zur aktuellen Stahl-Trarifrunde 2019 erhaltet ihr unter: https://www.igmetall-nrw.de/